Lügendetektor
der ewig nette mann kommt nie zum zug
er kommt höchstens darunter
all ihre freundlichkeit ist betrug
wer daran glaubt geht unter
auch wenn er für sie sterben würd
er wär für sie nur gestorben
weil jeder für sie liebe spürt
wird emsig sie umworben
lüge lüge ist in deinem blut
lüge lüge läßt dich nicht in ruh
lüge lüge sie hat dich im griff
lüge lüge alles was du willst
sie hat ein großes herz für jeden
lädt ihn zum essen ein
die wahrheit hinter ihrem reden
er soll der kellner sein
bei ihm weint sie sich gerne aus
schöne männer tun ihr weh
sein verständnis gleicht das aus
und dichter leiden eh
refrain
sie schwärmt von romantik und poeten
sucht das fleisch vom starken mann
der trainiert mit den geräten
sie poppt und nicht verstehen kann
jede ihrer lügen ein erloschener stern
schwarz und finster wär die nacht
doch der dichter hat sie gern
ist erlegen ihrer macht
Text: Severin Schöllhammer · Martin „Kaktus“ Roeder
Alle erhaltenen Fassungen dieses Liedes →
Abgeschrieben vom Textblatt der Kassette „Zwischenstopp“ (1998). Dort sind die Zeilen durch Schrägstriche getrennt, Strophengrenzen durch doppelte Schrägstriche; hier in Zeilen aufgelöst, im Wortlaut unverändert. Martin „Kaktus“ Roeder hat den Text am 14. September 2026 durchgesehen und eine Stelle berichtigt: es heißt „vom starken Mann“, nicht „von starken Mann“. Die durchgehende Kleinschreibung folgt dem Textblatt und ist von ihm bestätigt; im Booklet von „Aus Ruinen“ (1999) steht derselbe Text normal geschrieben und der Refrain mit „Lüge,“ statt „lüge lüge“. Die Strophen stammen von Severin Schöllhammer, der Refrain von Martin „Kaktus“ Roeder. Schöllhammer hatte ihn am 17. September 2026 mit dem Vorbehalt „meines Wissens“ genannt; Roeder hat es am Tag darauf bestätigt.