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Blumen des Bösen · BandarchivBlumen des Bösen

1991–2002

Presse & Interviews

Was andere über die Band gesagt und geschrieben haben, und was die Band ihnen geantwortet hat — Gespräche im Radio, auf Film und in Fanzines aus dem Selbstverlag, Lokalzeitungen und ein paar Seiten, die nur noch das Internet Archive kennt. Zitiert wird kurz: die Texte gehören ihren Verfassern und ihren Blättern. Die Blätter selbst liegen als Scans in der Galerie, dort unter „Presse & Fanzine“; jeder Beleg unten führt direkt zu seinem Blatt.

57
Stimmen
39
Quellen
80
Scans im Bildarchiv
7
besprochene Platten
10
belegte Abende
Art
Quelle: Boot Murder News

1 von 57 Stimmen.

Interviews

Dreimal war die Band bei der Wüsten Welle in Tübingen zu Gast, dem Freien Radio der Stadt. Diese Gespräche stehen im Wortlaut auf eigenen Seiten, der Ton dazu. Ebenso das gefilmte Gespräch vor dem Jugendzentrum Nagold von 1993 und das Interview im Kaktus-Fanzine — dessen Verfasser, vier Jahre später Sänger der Band, hat den vollständigen Abdruck freigegeben.

Die übrigen gedruckten Gespräche gehören ihren Verfassern und den Blättern, in denen sie erschienen. Von ihnen steht hier kein Nachdruck, sondern eine Zusammenfassung: die Antworten der Band im Wortlaut, die Fragen sinngemäß verkürzt. Die Seiten selbst liegen als Scan in der Galerie.

Boot Murder News, Nr. 3

Interview · Januar 1995

„Interpretationen verstümmeln den Inhalt!“

Das ausführlichste Gespräch aus der Zeit. Es nennt die Hörgewohnheiten aller vier — Arno Dark Wave, Punk, Ska und Reggae; Martin Dark Wave, Punk, Gitarrenpop, NDW und Sechziger; Severin Garagenpunk, alten New Wave, Hardcore, Hörspiele und, mit zwei Fragezeichen versehen, dekadente Schlager; Marty die Cranberries, Sugarcubes, EA 80, Mo-Dettes, Girls At Our Best, Raincoats und Slits.

Weiterlesen (6 Absätze)

Die Texte seien bewußt auf deutsch und spanisch geschrieben, den Muttersprachen, und handelten von Selbsterlebtem und Selbstkritischem — „Die Welt unterm Mikroskop!“ Auf die Frage, was sie anders machen würden, antwortete die Band: reiche Eltern haben, einen Proberaum um die Ecke statt einer Stunde Fahrt, und die Fehlversuche bei Schlagzeugern aussparen. „Wir hätten uns einfach früher finden sollen!“ Dieselbe Ausgabe druckt eine Preisliste: das Demo von 1992 für sieben Mark, die 7“ von 1993 und das Tape von 1994 für je acht, drei Titel zusammen für siebzehn — Porto inbegriffen. Die CD sollte im April 1995 erscheinen und ungefähr 25 Mark kosten. Angekündigt wird sie dort noch als Zwölftonner; erschienen ist sie mit fünfzehn Stücken. Und sie ist die Quelle für das zweite Gründungsdatum der Band: „Nach 10jährigem Bestehen (Gründung 20. Nov. ’84), unzähligen Umbesetzungen & Namensänderungen, 3 Demos & 1 Single“ erscheine nun die Debüt-CD; Severin Schöllhammer spricht dort von „10 Jahren Glaube an die Unmöglichkeit“ der eigenen Musik. Das ist kein Widerspruch zum Juni 1992, sondern die längere Rechnung — der 20. November 1984 ist der Tag, seit dem Martin Ullmann und Severin Schöllhammer zusammen Musik machten. Beide Zahlen stimmen, sie zählen nur Verschiedenes. Die schlechtesten Erinnerungen? Martin und Severin: „Daß ehemalige Bandkollegen die Bandkasse geklaut haben.“ Arno: „1 Jahr ohne Band.“ Marty: „Nicht wissen, wie mit ihrer Stimme in Punkmusik umgehen.“ Und die besten? Marty: „Zum ersten Mal die Platte in Händen gehalten.“ Arno: der erste Auftritt, an seinem Geburtstag, „ein erstes richtiges Bandgefühl“. Martin: die ersten Vierspuraufnahmen für das erste Demo. Severin: „Erste positive Reaktionen auf unsere Musik nach 10 Jahren Glaube an die Unmöglichkeit derselben.“ Und die Pläne? „Im August/September ’95 steht eine 2wöchige Deutschlandtour an. Wir werden neue Lieder schreiben, eventuell ein kleines Video drehen. Zukunftsrealität? Frag Nostradamus!“

Belege
Blatt 1 · Blatt 2 · Blatt 3

Was fehlt

Von den drei Sendungen der Wüsten Welle Tübingen (3. Oktober 1995, 10. Januar 1996 und 2. September 1997) liegen die Mitschnitte vor und stehen oben unter den Interviews; eine Ankündigung oder Besprechung dazu ist aber nirgends auffindbar — der Sender ist im Internet Archive erst ab 2000 vertreten. Gedrucktes aus den Jahren 1997 und 1998 liegt überhaupt nicht vor.

Bei mehreren Ausschnitten ist nicht vermerkt, welches Blatt sie gedruckt hat — sie stehen oben als „Lokalpresse“ oder „Unbekanntes Blatt“. Wer die Hefte im Regal hat, möge nachsehen.