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Blumen des Bösen · BandarchivBlumen des Bösen

Eugen

01Eugen · 3:25Text lesen
Um die Ecke, nicht weit weg da wohnt er noch am gleichen Fleck wo er ist seit vielen Jahren die wir allzeit Freunde waren sein Haus hat keine Türen die ihn nach draußen führen so sitzt er still Jahr für Jahr wo er schon immer war Sein Leben läuft in selben Takt wie es einmal begonnen hat Tagein, tagaus, er ist allein bald wird er völlig einsam sein doch Eugen merkt es lang nicht mehr sein Leben stört ihn gar nicht sehr er klebt an seinem Sessel fest der ihn nicht mehr nach draußen läßt Die Zeit ist reif, es ist so weit wir holen ihn aus der Einsamkeit wir holen ihn ans Tageslicht den Eugen, den vergißt man nicht Konzerte und 'ne Flasche Wein er wird ein anderer Eugen sein noch ist er um die Nase blaß doch bald macht ihm sein Leben Spaß Um die Ecke, nicht weit weg da wohnt er noch am gleichen Fleck wo er ist seit vielen Jahren die wir allzeit Freunde waren sein Haus hat offene Türen die ihn nach draußen führen so sitzt er nicht mehr Jahr für Jahr wo er schon immer war

Text: Martin „Kaktus“ Roeder · Severin Schöllhammer

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Abgeschrieben vom Booklet-Scan, die Lücken darin am 14. September 2026 von Martin „Kaktus“ Roeder geschlossen. Auf dem Scan laufen drei Zeilen über ein hell ausgebranntes Gesicht. Die Abschrift hatte dort „st[umm]“ geraten — es heißt **„still“**. Die beiden anderen Ratungen („[seinem S]essel“, „[der]“) trafen zu. Das Booklet druckt in der ersten Strophe „wo er ist seit seit vielen Jahren“, das Wort doppelt; in der Schlußstrophe steht dieselbe Zeile einfach, und so steht sie hier. Musik: Die Blumen des Bösen.