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Blumen des Bösen · BandarchivBlumen des Bösen

1987–2000

Führung

Die Geschichte der Band in 7 Kapiteln, jedes mit einem Stück aus seiner Zeit. Die Führung spielt die Stücke nacheinander und blättert dabei weiter; wer mag, springt zwischendurch ins Archiv. Jeder Satz hier stützt sich auf eine Quelle, die unter dem Kapitel steht.

  1. Kapitel 1 · 1987–1992

    Davor

    Der Saal im Z in Bernhausen mit Fensterfront und abgehängter Decke: die Band auf einer niedrigen Bühne zwischen zwei Boxentürmen, davor sitzendes Publikum.
    Flowers of Evil im Z in Bernhausen, 27. März 1991

    Bevor es die Blumen des Bösen gab, spielten Martin Ullmann und Severin Schöllhammer schon zusammen: ab 1988 bei Excalibur, ab Januar 1991 als Flowers of Evil. Die Flowers of Evil gaben genau ein Konzert, am 27. März 1991 im Z in Bernhausen, und lösten sich im Oktober wieder auf. Fünf Lieder der Blumen des Bösen sind älter als die Band selbst. Eines davon läuft hier: „All the same to me“, bei Excalibur entstanden und später mit neuem Text als „Para ti“ gespielt.

    Dazu läuft · 1990

    01All the same to me (M + E + P, September 1990)

    Quelle: Umschlag der Videokassette „Konzerte 1989/1990“, Proberaumkassette der Flowers of Evil 1991, Think Nr. 17; Auskünfte von Severin Schöllhammer, September 2026.

  2. Kapitel 2 · 1992–1993

    Die Gründung

    Schwarzweiß: vier Personen in Lederjacken stehen nebeneinander an einer hellen Wand.
    Die erste Besetzung im Big Bang, Ende 1992

    Am 27. Juni 1992 probten Marty González Martín, Martin Ullmann, Severin Schöllhammer und Volker Schmieding im Big Bang in Nürtingen zum ersten Mal unter diesem Namen. Anfang August entstand mit Roman Schönsee die erste Demokassette, „Den Blumen des Bösen verfallen“; alle fünf betitelten Stücke darauf stammen aus den Vorgängerbands. Am 28. November 1992 spielte die Band in Nürtingen ihr erstes Konzert, und es ist gefilmt. Im Februar 1993 trennte sie sich von Volker Schmieding.

    Dazu läuft · aus „Den Blumen des Bösen verfallen“, 1992

    02Den Pandoras verfallen · 1:34

    Quelle: Aufstellung der Band und Bandchronik; Einleger des Originalbandes der Demokassette; Videomitschnitt des ersten Konzerts.

  3. Kapitel 3 · 1993

    Die erste Platte

    Freiluftbühne mit Banner der Musikwerkstatt: vier Musiker, links ein Gitarrist, in der Mitte das Schlagzeug.
    Reutlingen, 19. Juni 1993

    Im Oktober und November 1992 hatte die Band bei Incognito Records vier Stücke aufgenommen; 1993 erschienen sie als erste Platte, die 7" „Kein Tag ohne Revolution“. Im Mai kam Eddie Stehblau ans Schlagzeug. Beim Reutlinger Stadtfest am 19. Juni 1993 stand Martin „Kaktus“ Roeder zum ersten Mal im Publikum. Im Dezember spielte die Band zum ersten Mal außerhalb Baden-Württembergs.

    Dazu läuft · aus „Kein Tag ohne Revolution“, 1992

    03Kein Tag ohne Revolution · 4:17

    Quelle: Plattenseite und Bandchronik; Aufstellung der Band; Erinnerung von Martin „Kaktus“ Roeder, 5. September 2026.

  4. Kapitel 4 · 1994–1995

    Übermut werde Spaten

    Schwarzweiß: die Sängerin am Mikrofon, hinter ihr das Schlagzeug mit dem Bandschriftzug.
    Kirchheim, 23. September 1994

    Ab Januar 1994 saß Arno Ritter am Schlagzeug, und Martin „Kaktus“ Roeder bot der Band an, auf seinem Label ein Album herauszubringen. Im Dezember 1994 kündigte Martin Ullmann an, die Band zu verlassen; aufgenommen wurde trotzdem, im Januar 1995 bei Roman Schönsee in der Factory of Audio Arts in Beuren. Die Release-Party am 13. Mai 1995 in Öhringen war zugleich Martin Ullmanns Abschiedskonzert. Von beidem gibt es Filme.

    Dazu läuft · aus „Übermut werde Spaten“, 1995

    04Angst · 5:29

    Quelle: Aufstellung der Band und Bandchronik; Albumseite; die Kamera des Studiofilms datiert die Aufnahmetage.

  5. Kapitel 5 · 1995–1997

    Unterwegs

    Vier Gesichter dicht nebeneinander vor einer hellen Bogenreihe.
    Auf der Frankreichreise, Juni 1995

    Mit Bernd Mall, der von Loonatikk kam, spielte die Band am 4. Juni 1995 in Rambouillet ihr erstes Konzert im Ausland; im September folgte die erste Tour, bis nach Sachsen und Thüringen. Ab Dezember 1995 spielte Kornel Lapon Saxophon. Als Arno Ritter im Januar 1996 ging, übernahm eine Maschine das Schlagzeug: erst der geliehene Drumcomputer Igor, ab September 1996 Nox, ein Roland R8. An die Gitarre kam im Juni 1996 Waldek Kopeć.

    Dazu läuft · aus „Live beim Tipi-Fest, Notzingen, 22. September 1995“, 1995

    05Wilde bunte Kinder (live, 22. September 1995) · 3:43

    Quelle: Tourberichte von Bernd Mall und Severin Schöllhammer; Aufstellung der Band und Bandchronik.

  6. Kapitel 6 · 1997

    Ohne Stimme

    Schwarzweiß: drei Personen sitzen nebeneinander auf einem schrägen Träger des Strommasts, dahinter kahle Obstbäume.
    Fotosession am Strommast, 1997 — dieselbe Reihe lieferte das Cover von „Damals, vor zwei Sekunden“

    Im April 1997 nahm die Band mit Hans Pommer eine Promo-Kassette auf, im September die Stücke für ihr zweites Album, „Damals, vor zwei Sekunden“. Im November 1997 ging Marty González Martín. Zwei Monate probte die Band zu dritt und überlegte, ob es ohne Stimme weitergehen sollte. Das Album erschien erst 1999.

    Dazu läuft · aus „Damals, vor zwei Sekunden“, 1997

    06Skelett · 4:07

    Quelle: Bandchronik; Albumseite; Auskunft von Severin Schöllhammer, 8. September 2026.

  7. Kapitel 7 · 1998–2000

    Aus Ruinen

    Konzertfoto quer: ein Bassist und ein Sänger vor dem Schlagzeug, von schräg oben aufgenommen.
    In der Bastion in Kirchheim, 19. Juni 1999

    Im Januar 1998 übernahm Martin „Kaktus“ Roeder den Gesang, zunächst als Notlösung. Aus dem alten Programm blieben genau drei Lieder, alles andere war neu; 1999 erschien „Aus Ruinen“. Das letzte Konzert spielte die Band am 3. Juni 2000 im Limelight in Stuttgart. Wie es dazu kam, erzählen Martin Roeder und Severin Schöllhammer selbst.

    Dazu läuft · aus „Aus Ruinen“, 1999

    07Am Ende der Reise · 8:06

    Quelle: Aufstellung der Band und Bandchronik; Auskunft von Severin Schöllhammer, 8. September 2026.