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Blumen des Bösen · BandarchivBlumen des Bösen

1991–2002

Presse & Interviews

Was andere über die Band gesagt und geschrieben haben, und was die Band ihnen geantwortet hat — Gespräche im Radio, auf Film und in Fanzines aus dem Selbstverlag, Lokalzeitungen und ein paar Seiten, die nur noch das Internet Archive kennt. Zitiert wird kurz: die Texte gehören ihren Verfassern und ihren Blättern. Die Blätter selbst liegen als Scans in der Galerie, dort unter „Presse & Fanzine“; jeder Beleg unten führt direkt zu seinem Blatt.

57
Stimmen
39
Quellen
80
Scans im Bildarchiv
7
besprochene Platten
10
belegte Abende
Quelle wählen (39)

27 von 57 Stimmen.

Besprechungen

Cock Up

Besprechung · 1992

„Überaus charmantes 4-Spur-Demo einer jungen Band aus dem Großraum Stuttgarts. […] Wem RAZZIA, BOXHAMSTER & CO zusagen, der liegt hier goldrichtig.“

Die früheste bisher vorliegende Besprechung überhaupt. Sie kündigt bereits die EP an, die im Jahr darauf erschien.

Malibu

Besprechung · 1993

„Sympathischer deutscher Pop-Punk-Rock. Straighte Gitarren-Songs mit fast schüchtern wirkendem Mädchengesang, etwas wie unterproduzierte Fastbacks & Briten wie Sofa Head.“

Bisher nur als angeschnittener Auszug auf dem eigenen Infoblatt der Band überliefert und auf 1995 datiert. Der Scan der Versandliste ist von Hand mit „Malibu Vertrieb ’93“ beschriftet, führt die EP für 6,90 DM und nennt den zweiten Satzteil, der auf dem Infoblatt fehlte.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

Teenage Keks, Nr. 2

Besprechung · 1993 · JERK

„Die Musik ist einfach nur schön und ich will sie nicht so gerne in eine Schublade stecken. […] Eine leichte Melancholie zieht sich durch alle Sonx, die Texte gefallen mir auch.“

Bisher nur als Auszug auf dem eigenen Infoblatt der Band überliefert; der Scan des Hefts liegt jetzt vor. Gezeichnet „JERK“ — derselbe, der in Nr. 3 die EP besprach.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

Incognito Records

Besprechung · 1994

„Überaus charmantes 4-Spur-Demo einer jungen Band aus dem Großraum Stuttgart.“

Kein Heft, sondern der Vertrieb Incognito Records. Überliefert als Auszug auf dem eigenen Infoblatt der Band.

Impact

Besprechung · 1995

„Dunkler Sound, Mischung zwischen Wavesound und Punk ala Fliehende Stürme.“

Aus derselben Versandliste wie der Eintrag zur CD, ausgepreist mit 5 DM; beide stehen auf demselben Scan.

Impact

Besprechung · 1995

„Nachdem die EP in Szenekreisen prima ankam, nun die Debut-CD der Düsterpunks!!“

Aus der Versandliste eines Punk-Mailorders, ausgepreist mit 23,90 DM. Derselbe Block führt unmittelbar darüber die 7"-EP; beide Einträge stehen auf demselben Scan.

Malibu

Besprechung · 1995

„15 hübsche, originelle Songs […] angemischt aus Deutsch-Punk, Indie-Gitarren-Pop & melancholischem Folk, geprägt von der hellen, klaren Stimme der Sängerin Marty.“

Kurzbeschreibung aus der Versandliste des Hamburger Mailorders, ausgepreist mit 25,90 DM. Sie hebt die spanisch gesungene Fassung eines Cure-Stücks hervor — im Archiv „No lloraré“.

Ox-Fanzine, Nr. 21

Besprechung · 1995

„Auweia, was soll ich hierzu schreiben […]“

Die einzige durchweg abweisende Besprechung, die bisher vorliegt: das Heft vergibt zwei von möglichen Punkten. Der Ausriß bricht nach dem ersten Satz ab, mehr ist nicht überliefert.

Boot Murder News, Nr. 4

Besprechung · 1995

„Die Blumen des Bösen schließen die Lücke zwischen EA 80 und Cranberries.“

Der Vergleich, den die Band selbst am liebsten zitierte. Ein halbes Jahr später taucht er im Metzinger Zeitungsinterview wieder auf, dort ohne Quellenangabe.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2 · Blatt 3

Ox-Fanzine, Nr. 36, III/1999

Besprechung · 1999 · Torsten Felter

„Düsterer EmoWavePunk, begleitet von punkfremden Instrumenten wie Querflöte und Saxophon.“

Felter hält das Album für keine leichte Kost, aber für etwas Besonderes mit Liedermacher-Flair.

Medienkonverter

Besprechung · 14. Oktober 1999

„Deutsch Elektropunk mit NDW und Dark-Einflüssen“

Zwei von fünf Sternen. Bemerkenswert ist eine Nebenbemerkung: der Rezensent stellt fest, dass die Bandseite seit dem 5. November 1999 nicht mehr aktualisiert werde und im Gästebuch bereits über eine Auflösung gemutmaßt werde. Das passt nicht zum Datum des Beitrags — eines von beidem stimmt nicht, nachgeprüft ist es nicht.

Verschiedene Blätter

Besprechung

Ein Sammelblatt mit mehreren Besprechungen aus verschiedenen Heften. Welche Zeile aus welchem Heft stammt, ist darauf nicht durchgehend vermerkt.

Gucky

Besprechung

„Wave-Punk from Germany with brilliant female vocals, one of my favourite German bands of all time!“

Kein Fanzinetext, sondern der Katalogeintrag eines Vertriebs: Die EP steht dort als GM014 für 5,– DM zwischen Wave- und Gothic-Platten aus ganz Europa.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

No Future

Besprechung

„Eine der geilsten Bands, die in letzter Zeit irgendetwas rausgebracht haben. Das ist zwar nicht dieser typisch geniale Deutschpunk, aber was das Besondere an dieser Band ist, ist der absolut geniale Frauengesang.“

Auf derselben Seite bespricht das Heft auch den Sampler „Irokäsen Sound II“, auf dem die Band vertreten ist.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

Teenage Keks, Nr. 3

Besprechung

„Marty, ich liebe Deine sanfte Stimme. Gute punkrockige Musik mit leichtem depro-Touch und sehr guten Texten. Schon das Tape gefiel mir ausgezeichnet, die EP ist eine große Steigerung, besonders weil mir diese Stimme nicht mehr aus dem Kopf geht. […] Wunderbare Melancholie.“

Gezeichnet „JERK“. Er hatte schon die erste Demokassette besprochen.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

Inheritance, Nr. 1

Besprechung

„Die Musik der Blumen stellt eine Mischung aus Wave & Punk dar, die Texte fallen lyrisch aus. Diese Band besteht seit ungefähr 10 Jahren und hat alleine durch diese Hartnäckigkeit Existenzberechtigung.“

Aus den „Demoreviews“ der ersten Ausgabe, Oktober 1994; daneben ein Bandfoto mit den Namen Marty, Martin und Severin. Derselbe Text steht wörtlich auch im Sonic Reducer Vol. 1 — welches Heft ihn zuerst hatte, ist offen. Die Angabe „seit ungefähr 10 Jahren“ rechnet ab 1984 und deckt sich mit der Boot Murder News, nicht mit dem Juni 1992, den die Band selbst als Gründung nennt.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

Sonic Reducer, Vol. 1

Besprechung

„Die Musik der Blumen stellt eine Mischung aus Wave & Punk dar, die Texte fallen lyrisch aus. Diese Band besteht seit ungefähr 10 Jahren und hat alleine durch diese Hartnäckigkeit Existenzberechtigung.“

Wortgleich mit der Besprechung in Inheritance Nr. 1 — welches Heft den Text zuerst hatte, ist offen.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

Ebus Chatbreaker

Besprechung

„Fetzige Klänge zwischen englischem Indie-Beat und melodischem Punk sind zwar nichts Besonderes, die engelhafte Stimme namens Marty dafür umso mehr. Völlig konträr zu diesen verzerrten Gitarren, und trotz der nicht ganz deutlichen Aussprache absolut positiv.“

Gezeichnet „EBU“. Besprochen ist nicht die CD, sondern eine rund achtzehnminütige Vorab-Kassette dazu — dieselbe, die auch der Teenage Keks kannte. Als Bezugsquelle nennt das Heft neben der Band auch Kaktus Records, Martin Roeder, in Gomaringen.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

Plastic Bomb, Nr. 22

Besprechung

„Die Stuttgarter Blumen des Bösen machen keinen Punkrock im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine deutschsprachige Variante von Chumbawamba zur „Slap“-Zeit mit hochpolitischen Texten, die eine direkte Verwandtschaft zum Hippietum nicht leugnen können.“

Das Heft selbst liegt nicht vor. Erhalten ist die Besprechung nur als Zitat auf der Bandseite des Labels Matatu Records, dort abgerufen über das Internet Archive; das eigene Archiv des Fanzines reicht nicht so weit zurück.

Goth’s not dead, Nr. 4

Besprechung

„Die Musik ist eine sogar recht annehmbare Mischung aus Wave und Punk, könnte man Post- oder Positive-Punk nennen. Das Ganze könnte sehr geil sein, wenn die Sängerin ihre Stimme noch etwas ausarbeiten könnte, und… Tja, und wenn die Aufnahmequalität erträglich wäre. […] Würde die Band eine CD machen, wäre ich sicherlich erfreut, zumal die Texte auch noch gut sind. Aber so ein Tape schadet der Band mehr, als es nutzt.“

Die einzige rundum kritische Stimme im Archiv, gezeichnet „B.I.“. Sie richtet sich gegen die Aufnahme, nicht gegen die Lieder.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

My Way, Nr. 38

Besprechung · Matthias Lang

„Die Blumen des Bösen sind eine sehr gute deutsche Band, die eine sehr eigene Art von Wave-Punk spielen, sehr faszinierend neben Sound und Texten die Sängerin.“

Aus der Rubrik „Pop News“. Die Kassette enthalte „viele unveröffentlichte Stücke, darunter auch einige Live- und Alternativ-Versionen“, für 8 DM. Das Heft nennt als Label Gorkon Recordings; die Besprechung im Goth’s not dead Nr. 4 schreibt Beton Tapes, beide über Alex Pohle in Hamburg.

Belege
Blatt 1 · Blatt 2

Plastic Bomb, Nr. 30

Besprechung

„Getragen von Melancholie und Trauer suhlen sich die Blumen des Bösen zwischen Tragik und Schmerz […]. Es ist ein düsterer Endzeit-Sound mit Saxophon, Querflöte und Keyboard, aus dem die klare, helle Stimme der Sängerin wie ein Lichtkegel herausragt.“

Wie die Besprechung in Nr. 22 nur als Zitat auf der Labelseite von Matatu Records erhalten.

Was fehlt

Von den drei Sendungen der Wüsten Welle Tübingen (3. Oktober 1995, 10. Januar 1996 und 2. September 1997) liegen die Mitschnitte vor und stehen oben unter den Interviews; eine Ankündigung oder Besprechung dazu ist aber nirgends auffindbar — der Sender ist im Internet Archive erst ab 2000 vertreten. Gedrucktes aus den Jahren 1997 und 1998 liegt überhaupt nicht vor.

Bei mehreren Ausschnitten ist nicht vermerkt, welches Blatt sie gedruckt hat — sie stehen oben als „Lokalpresse“ oder „Unbekanntes Blatt“. Wer die Hefte im Regal hat, möge nachsehen.